Akkommodation (accommodare, lat.: „anpassen, anlegen“) ist eine dynamische Anpassung der Brechkraft des Auges.[1] Sie führt dazu, dass
ein Objekt, das sich in einer beliebigen Entfernung zwischen dem individuell unterschiedlichen optischen Nah- und Fernpunkt befindet, scharf
auf der Netzhautebene abgebildet wird; somit ist eine wesentliche Voraussetzung für deutliches Sehen erfüllt. Der Nahpunkt gibt hierbei die
kürzeste und der Fernpunkt die weiteste Distanz zum Auge an, in der dies möglich ist. Die Vorgänge beim Wechsel von Fern- auf
Naheinstellung werden als Nahakkommodation bezeichnet, diejenigen bei Änderung von Nah- auf Ferneinstellung als Fernakkommodation.
Im engeren Sinne wird unter „Akkommodation“ jedoch häufig nur die Nahanpassung verstanden. Nicht alle ihre Mechanismen und
Steuerungsprozesse sind bislang vollständig geklärt. Die Fähigkeit zur Nahakkommodation geht mit zunehmendem Lebensalter allmählich
verloren (Presbyopie).
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